[Rezension] Meredith Russo: Für uns macht das Universum Überstunden

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Ein Buch, das einen nach einem langen und sehr frustrierenden Einstieg schließlich doch noch zeigt, was es heißt, zu lieben, und was passiert, wenn man mit dem Leben zu kämpfen hat.

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DSC01212.JPGWichtige Info’s:

Preis: 10,95€

Verlag: dtv

Seitenanzahl: 396

ISBN: 978-3-423-71735-9

Erhältlich als: Taschenbuch

 

Lesegrund:

In meinem letzten Paket vom dtv ist dieses Buch mit dabei gewesen, und obwohl ich normalerweise nicht so auf Liebesgeschichten stehe, hat mich diese dann doch neugierig gemacht.

Einstiegsbild
Einstieg in die Geschichte

Ich bin ein schlimmer Mensch.

Ich tue schlimme Dinge.

Ich habe schlimme Gedanken.

Ihr werdet mich hassen.

Ihr werdet meine Entscheidungen verabscheuen.

Ihr werdet mich nicht verstehen.

 

DSC01211.JPGInhalt:

Ellie hat schon lange angefangen, sich zu hassen. Vor allem nach dem, was damals, vor viele Jahren, passiert ist: Sie hat das Haus eines geliebten Freundes abgebrannt, und dabei seinen Hund getötet. Mit voller Absicht. Inzwischen hat Ellie ihr Leben aufgegeben, sie lebt in einer heruntergekommenen Wohnung, arbeitet in einem kleinen Supermarkt, und ertränkt ihr furchtbares Leben jeden Abend in Alkohol. Und dann kommt er zurück: Flynn, der Asperger-Junge, der sein niedergebranntes Zuhause wegen Ellie verlassen musste. Und die beiden fühlen, dass da mehr zwischen ihnen ist. Aber um diese Liebe möglich zu machen, müssen sie sich beide an das erinnern, was damals geschah.

 

DSC01210.JPGMeine Meinung:

Dieses Buch hat mir größtenteils überhaupt nicht gefallen, weil es mir wirklich sehr schlechte Laune bereitet hat. Das lag wohl hauptsächlich daran, dass ich die Hauptperson, Ellie, einfach nur unglaublich unsympathisch fand. Ich habe Ellie GEHASST. Sie war einfach nur größtenteils sehr egoistisch und eingebildet. Dafür muss man wissen: Sie ist eine gescheiterte Existenz, lebt gerade so vom Mindestlohn und verbringt ihre Zeit mit „Freunden“, die sich jeden Abend betrinken. Ellie hat wirklich überhaupt keinen Stolz und nichts ist ihr zu demütigend. Mit so einer Person wollte und will ich mich einfach nicht identifizieren.

Dann kommt noch dazu, dass Ellie sich in dem Buch in Flynn verliebt, den sie in ihrer gemeinsamen Kindheit aufs Extremste gemobbt und hintergangen hat. Flynn ist im Gegensatz zu Ellie außergewöhnlich erfolgreich im Leben, talentiert und sehr nett. Dementsprechend fand ich es sehr schade, dass er sich ausgerechnet in jemanden wie Ellie verlieben, und ihr verzeihen musste. In meinen Augen hat sie das überhaupt nicht verdient. Und natürlich bekommt der arme Flynn Ellies Hass im Laufe des Buches oft genug zu spüren.

Dazu kommt, dass in der Geschichte zu Anfang überhaupt nichts passiert. Immer wieder wird die hoffnungslose Situation durchgekaut, in der Ellie sich befindet. Außerdem wird in Rückblicken die damalige Demütigung Flynns geschildert. Das Buch in die Hand zu nehmen, hat mir jedes Mal keinen Spaß gemacht, weil ich wusste, dass mein eigenes, reales Leben tausend Mal schöner ist als diese Geschichte.

Erst ab der Hälfte, und dafür bekommt dieses Buch auch seinen Stern, geht die Geschichte mehr oder weniger bergauf. Mehr oder weniger. Flynn beginnt, Ellie zu verändern und haucht ihr wieder etwas Lebensmut ein. Und tatsächlich hat mir das Lesen sogar eine kurze Zeit lang Spaß gemacht.

Bis: Kurz vor dem Ende passiert dann noch einmal etwas, was ich nicht spoilern will, falls einer von euch auf die dumme Idee kommen sollte, dieses Buch zu lesen. Aber damit wurde dann noch einmal jeder gute Eindruck wieder zerstört, und ich habe das Buch frustriert zugeklappt.

Schade.

 

Fazit:

Dieses Buch mag Ansichtssache sein, aber mein Geschmack ist es nicht. Es hat mir zu viel schlechte Laune bereitet und im Endeffekt hat es sich zu wenig ausgezahlt. Mir hat „Für uns macht das Universum Überstunden“ gar nicht gefallen.

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Veröffentlicht von

Bücherwürmchen

You can't buy happiness, but you can buy books and that's kind of the same thing!

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