[Rezension] John Green: Schlaft gut ihr fiesen Gedanken (Weil ich beim letzten Mal vergessen habe, den Beitrag hochzuladen…)

Ersteinmal vorab: Es tut mir unglaublich leid, dass ich beim letzten Mal zwar die Überschrift hochgeladen, jedoch den Beitrag dazu vergessen habe. Das war wirklich unglaublich dämlich von mir, und ich hoffe jetzt habt ihr die Geduld, den Beitrag erneut anzuklicken und durchzulesen. Sorry, sorry, sorry!

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„Schlaft gut ihr fiesen Gedanken“ ist ein Buch, dem ich mit gemischten Gefühlen begegnet bin. Einerseits hat es mir super gefallen, andererseits hat es mich unglaublich aufgeregt.

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Wichtige Infos:

Autor: John Green

Preis: 20,00€

Verlag: Hanser

Seitenanzahl: 288

ISBN: 978-3-446-25903-4

Erhältlich als: Hardcover mit Schutzumschlag

 

Lesegrund:

Das Buch habe ich zu Weihnachten mehrfach geschenkt bekommen – und so steht es jetzt einmal auf Deutsch und einmal auf Englisch in meinem Regal. Und in den Ferien hatte ich endlich Zeit, es zu lesen.

 

Einstiegsbild
Einstieg in die Geschichte

Als mir zum ersten Mal klar wurde, dass ich vielleicht eine Fiktion bin, verbrachte ich meine Tage an einer öffentlichen Bildungsanstalt namens White River High im Norden von Indianapolis, wo ich von fremden Kräften, die so übermächtig waren, dass ich sie nicht ansatzweise identifizieren konnte, dazu gezwungen wurde, jeden Tag zu einer bestimmten Uhrzeit Mittag zu essen, nämlich zwischen 12 Uhr 37 und 13 Uhr 14.

 

Inhalt:

Aza leidet unter einer Krankheit, bei der sie oft in ihren Gedanken versinkt und sich nicht mehr aus ihrer Gedankenspirale befreien kann. Sie hat Angst vor allem Möglichen: Körperflüssigkeiten, Krankheiten und der Tatsache, dass sie vielleicht gar nicht echt, sondern nur Fiktion ist. Und als eines Tages der reiche Russell Pickett verschwindet und Azas beste Freundin Daisy unbedingt nach ihm suchen will, um an die Hunderttausend Doller zu kommen, die auf ihn ausgesetzt sind, sucht Aza nur wiederstrebend mit. Doch dann lernt sie Picketts Sohn Davis kennen, der ihr einen Weg aus der Gedankenspirale und zurück ins Leben zeigt.

 

Aber man verabschiedet sich nicht, wenn man nicht vorhat, sich wieder zu sehen.

 

Meine Meinung:

IMG_1799Wow.

Zuerst war ich unglaublich genervt. Das muss man an dieser Stelle einfach mal sagen: Das Buch ist wirklich nervig zwischendurch. Aza hat eine Krankheit und ist deswegen viel mit sich selbst und ihren Gedanken beschäftigt. Immer und immer wieder muss sie an die offene Wunde an ihrer Fingerkuppe denken, dass sie vielleicht geeitert haben könnte und nun entzündet sein kann. Dann muss sie die Wunde zwanghaft wieder öffnen, das Blut herausdrücken und ein neues Pflaster darauf kleben. Diesem Bedürfnis kann Aza nicht entkommen – und es strengt die Protagonistin sicher genauso an wie die Leser. Mehr als einmal hatte ich Kopfschmerzen vom Lesen und musste mich erst einmal daran gewöhnen in einer Welt wie der von Aza zu leben – in der es immer nur um sich selbst geht: Um den eigenen Körper, die eigenen Bakterien, die eigenen Gedanken.

IMG_1798Aber neben anstrengend war das Buch eben auch unglaublich beeindruckend. So wie man es von John Green gewohnt ist, geht einem seine Geschichte unter die Haut. Die Charaktere – Aza, Davis und Daisy – wachsen einem ans Herz und im Laufe der Geschichte wünscht man sich natürlich, dass es ihnen allen am Ende gut gehen wird. Aber auch das kennt man von John Green: Er schreibt vom wahren Leben und nicht von der bestmöglichen Version der Dinge, und im wahren Leben ist eben nicht immer alles gut. Menschen belügen, hassen und verlassen sich, und in seinen Büchern ist das nicht anders. Aza ist krank, und diese Krankheit kann auch kein Junge der Welt verschwinden lassen. So musste ich am Ende des Buches ziemlich weinen – und habe mir gewünscht, in das Buch steigen und die Dinge mit beeinflussen zu können. Und für alle, die das Buch noch nicht gelesen haben: Nein, es geht nicht so aus, wie Ihr denkt. Egal, was Ihr denkt, es ist anders.

IMG_1797Von Anfang bis Ende wollte ich das Buch nicht aus der Hand legen – ich bin beim Lesen gerade von den Philippinen zurückgeflogen und habe am Check-in, am Gate und im Flugzeug gelesen und so wenig wie möglich von den Seiten aufgeblickt. Woraus genau die Spannung besteht, konnte ich nicht sagen, aber sie war da und hat auch nicht nachgelassen. Es ist schon fast gruselig, wie sehr John Green es schafft, seine Leser so sehr für sich zu gewinnen. Mir wurde deutlich klar, dass er sich stark über die Thematik, über die er schreibt, informiert hat. Dadurch konnte er die Krankheit authentisch beschreiben und sie dem Leser nahe bringen, der eine solche Welt im Alltag natürlich normalerweise nicht erlebt. Dazu sind Bücher schließlich da: Man erlebt etwas, als wäre es das echte Leben, obwohl es eigentlich eine Welt ist, die fern und unerreichbar bleibt.

 

Fazit:

John Green erzählt authentisch von einem psychisch kranken Mädchen. So, wie es im echten Leben wäre: wunderbar, rührend, traurig und sehr sehr anstrengend.

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Veröffentlicht von

Bücherwürmchen

You can't buy happiness, but you can buy books and that's kind of the same thing!

3 Gedanken zu „[Rezension] John Green: Schlaft gut ihr fiesen Gedanken (Weil ich beim letzten Mal vergessen habe, den Beitrag hochzuladen…)“

  1. Hallo Bücherwürmchen!

    Vielen Dank für deine Rezension. Ich habe zwar schon oft von diesem Buch gehört, mich aber nie wirklich mit dem Inhalt beschäftigt. Diese Krankheit kenne ich nicht, finde es aber sehr interessant, so wie du es beschreibst. Vielleicht greife ich jetzt doch mal zu diesem Werk.

    Liebe Grüße,
    Rubine vom Kamingeflüster.

    Gefällt 1 Person

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