[Rezension] Holly Bourne: Spinster Girl – Was ist schon normal?

Coverbild Spinster Girls – Was ist schon normal? von Holly Bourne, ISBN-978-3-423-71797-7

Eine Geschichte über Freundschaft, Feminismus, Jugend und eine Krankheit, die Leben verändern kann. In diesem Buch findet man vieles, das man aus dem eigenen Leben kennt – und man lernt noch so viel dazu.

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Wichtige Info’s:

Autor: Holly Bourne

Preis: 10,95€

Verlag: dtv

Seitenanzahl: 416

ISBN: 978-3-423-71797-7

Erhältlich als: Taschenbuch

 

Inhalt:

Evie ist auf dem Weg in ein „normales“ Leben, ein Leben, wie es die anderen Mädchen in ihrem Alter führen: Sie lernen Typen kennen, geht auf Partys und verhält sich auch sonst ganz durchschnittlich. Niemand scheint zu ahnen, dass sie die letzten Jahre mit einer Angststörung verbracht hat, die es ihr unmöglich machte, auch nur einen Schritt vor die Tür zu setzten. Und Evie möchte um jeden Preis verhindern, dass das jemand herausfindet, denn gerade hat sie zwei neue Freundinnen gefunden, mit denen sie über all die Dinge reden kann, die ihr auf dem Herzen liegen. Außer die Krankheit. Die drei setzten sich dafür ein, dass Frauen endlich Gleichberechtigung erfahren können und nicht mehr im Schatten der Männer in unserer Gesellschaft stehen müssen. Denn manchmal will Evie auch einfach nur glücklich sein und all diese Ungerechtigkeit aus der Welt schaffen.

 

Meine Meinung:

Das Thema des Buch interessiert mich sehr und hat mich sehr mitgerissen. Das ganze Buch ist von Feminismus praktisch erfüllt und gibt einem als weibliche Leserin das Gefühl, verstanden zu werden. Immer wieder dachte ich Dinge wie „Oh jaaaa, wie nervig…“ oder „Genau das ist mir auch schon aufgefallen“. Noch nie habe ich ein Buch gelesen, das auf diese Art mit Feminismus umgeht und einem das Thema derart offen darlegt, und genau deswegen finde ich die Idee großartig: Eine einfache und sehr durchschnittliche Geschichte mehrerer Jugendlicher wird immer wieder unter dem neuen Gesichtspunkt thematisiert, wodurch man mit wohlbekannten Alltagssituationen konfrontiert wird, die man nun beginnt, zu hinterfragen. Dieses Thema wirkte gut recherchiert und viele eingestreute Fakten haben mich sehr überrascht und teilweise entsetzt („Hysterie“ kommt von dem griechischen Wort für Gebärmutter?!?!?! Was für eine Frauenunterdrückung ist DAS DENN BITTE?!?!?!).

Evie hat Zwangsstörungen. Dadurch ähnelt das Buch ein wenig der Thematik aus „Schlaft gut ihr fiesen Gedanken“, und doch war es ganz anders. Evies Krankheit bot mir einen guten Einblick in den Alltag einer Person, die unter einer solchen psychischen Krankheit leidet. Dies ist sehr interessant und lässt den Leser über seinen eigenen Tellerrand hinaus blicken, in eine Welt, die einem eher weniger im Alltag begegnet. Ich konnte den Gedankengang der Protagonistin sehr gut nachvollziehen und habe mit ihren Zwängen mitgefiebert, als wären es meine eigenen. Nun kann ich mir sehr gut vorstellen, wie es sich anfühlen muss, wenn alles in einem einen dazu anfleht, sich einfach die Hände waschen zu gehen, nur ganz kurz, obwohl man genau weiß, dass das bedeuten würde, dass man seine Krankheit doch noch nicht los ist. Ich habe die innere Anspannung der Betroffenen gespürt und den Frust der Beteiligten Mitmenschen. Natürlich war das Buch entsprechend zwischenzeitig sehr anstrengend, aber das entsprach wohl auch der Thematik.

 

Fazit:

Das Buch hat mich gut unterhalten, mich informiert, und die Feministin in mir geweckt. Ich habe es gerne gelesen, auch wenn es nicht immer von Spannung geprägt ist und ich würde auch die zwei Folgebände noch lesen.

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Veröffentlicht von

Bücherwürmchen

You can't buy happiness, but you can buy books and that's kind of the same thing!

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